Freelancer Stundensatz Rechner 2026

Freelancer Stundensatz Rechner

Berechne deinen optimalen Stundensatz als Selbstständiger – inkl. Steuern, Auslastung, Puffer und Branchenvergleich. Kostenlos & sofort.

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Als Freelancer oder Freiberufler ist die Kalkulation des richtigen Stundensatzes eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen. Ein zu niedriger Stundensatz gefährdet deine Existenz – ein zu hoher verlierst du Aufträge. Dieser Freelancer Stundensatz Rechner hilft dir, deinen Mindeststundensatz und empfohlenen Stundensatz präzise zu berechnen – auf Basis deiner persönlichen Kosten, Wünsche und realen Auslastung.

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Stundensatz Rechner

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Was möchtest du netto monatlich nach Hause nehmen?
Standard in Deutschland: 20–30 Tage
Als Selbstständiger gibt es kein Krankengeld vom ersten Tag
Software, Büro, Equipment, Weiterbildung, Steuerberater
GKV freiwillig: ca. 420–850 €, PKV: 300–900 € je nach Tarif
Rente, ETF-Sparplan, Lebensversicherung, Rürup-Rente
Website, Werbung, Messen, Netzwerk, LinkedIn Premium
Einkommensteuer + Solidaritätszuschlag. Bei hohem Einkommen bis 42 %. Gewerbesteuer ggf. zusätzlich.
Reale abrechenbare Zeit. Akquise, Admin & Leerlauf zählen nicht!
Absicherung für Auftragslücken, unerwartete Kosten und Wachstum
Empfohlener Stundensatz
Netto, inkl. Sicherheitspuffer
Mindeststundensatz
Break-even, ohne Puffer
Jahresumsatz (Ziel)
Bei dieser Auslastung
Abrechenbare Std./Jahr
Echte Arbeitszeit
Empfohlener Tagessatz (8h)
⚠️ Zu niedriger Stundensatz: Dein berechneter Stundensatz liegt unter 40 €/h. Überprüfe deine Kostenkalkulation. Viele Freelancer unterschätzen ihre Gesamtkosten erheblich.
⚠️ Unrealistische Auslastung: Eine Auslastung von 100 % bedeutet: keine Zeit für Akquise, Administration oder Weiterbildung. Realistisch sind 65–80 %.
Monatliche Kostenkalkulation
Netto-Wunschgehalt
Betriebskosten
Krankenversicherung
Altersvorsorge
Marketing & Akquise
Steuerrücklage (30%)
Gesamtbedarf / Monat

Was ist ein Freelancer Stundensatz?

Der Freelancer Stundensatz (auch: Freiberufler-Stundensatz, Honorarsatz, Stundenlohn Selbstständige) ist der Preis, den ein selbstständiger Auftragnehmer pro geleisteter Arbeitsstunde von seinem Auftraggeber berechnet. Im Gegensatz zu einem Angestellten, der ein festes Bruttogehalt erhält, muss der Freelancer seinen Stundensatz so kalkulieren, dass alle Kosten – von der Krankenversicherung bis zur Steuer – gedeckt sind und am Ende ein ausreichendes Nettoeinkommen übrig bleibt.

Wichtig: Der Stundensatz eines Freelancers ist kein Stundenlohn im herkömmlichen Sinne. Er muss sämtliche unternehmerischen Risiken, Sozialabgaben und Betriebskosten einschließen, die beim Arbeitnehmer der Arbeitgeber trägt.

Wie berechnet man den Stundensatz als Freelancer?

Die Berechnung des optimalen Freelancer-Stundensatzes folgt einer klaren Formel. Unser Rechner arbeitet dabei in vier Schritten:

Schritt 1: Gesamtkosten pro Monat ermitteln

Addiere alle monatlichen Ausgaben:

  • Wunsch-Nettoeinkommen (was du nach Hause nehmen möchtest)
  • Betriebskosten (Software, Büro, Equipment, Steuerberater)
  • Krankenversicherung (als Selbstständiger zahlst du den vollen Beitrag selbst)
  • Altersvorsorge (Rente, ETF, Rürup – kein Arbeitgeber zahlt mit)
  • Marketing & Akquise (Website, Werbung, Netzwerkveranstaltungen)
  • Steuerrücklage (Einkommensteuer, ggf. Gewerbesteuer, Umsatzsteuer)

Schritt 2: Abrechenbare Stunden pro Jahr berechnen

Nicht alle Stunden eines Arbeitsjahres lassen sich dem Kunden berechnen. Abzuziehen sind Urlaub, Feiertage, Krankheitstage, Akquise-Aufwand und administrative Tätigkeiten. Die Auslastungsquote (typisch: 60–80 %) gibt an, wie viel Prozent deiner Gesamtarbeitszeit tatsächlich abrechenbar ist.

Schritt 3: Mindeststundensatz berechnen

Formel: Mindeststundensatz = (Jahreskosten gesamt) ÷ (abrechenbare Stunden)

Schritt 4: Puffer aufschlagen

Auf den Mindeststundensatz wird ein Sicherheitspuffer von mindestens 20 % empfohlen, um Auftragslücken, unerwartete Kosten und Wachstumsinvestitionen abzufangen.

💡 Faustregel: Der Stundensatz eines Freelancers sollte in Deutschland mindestens das 1,5- bis 2-fache eines vergleichbaren Angestellten-Bruttostundenlohns betragen, um alle Mehrkosten der Selbstständigkeit zu decken.

Freelancer Stundensatz : Branchenvergleich Deutschland

Die folgenden Durchschnittswerte basieren auf Marktdaten für Deutschland. Je nach Region (München, Berlin, Hamburg vs. ländlicher Raum), Spezialisierung und Erfahrung können die Werte erheblich abweichen.

IT & Softwareentwicklung
80–150 €/h
Senior bis 200 €/h
UX / UI Design
65–120 €/h
Tagessatz 520–960 €
SEO / Online-Marketing
60–110 €/h
Performance: bis 130 €/h
Texter / Content Marketing
50–90 €/h
Spezialist bis 120 €/h
Unternehmensberatung
100–220 €/h
Strategie bis 350 €/h
Grafikdesign / Illustration
50–90 €/h
Markendesign: bis 130 €/h
Projektmanagement
85–135 €/h
Zertifiziert: bis 160 €/h
Buchhaltung / Steuer
60–100 €/h
Bilanzbuchhalter: bis 120 €/h
Fotografie / Video
60–120 €/h
Spezialist bis 180 €/h
Übersetzung / Lektorat
40–80 €/h
Fachübersetzung: bis 110 €/h
Training / Coaching
80–200 €/h
Executive Coaching: bis 400 €/h
Webentwicklung (Frontend)
70–130 €/h
Full-Stack: bis 160 €/h

Stundensatz vs. Tagessatz: Was ist der Unterschied?

Viele Auftraggeber – insbesondere in der IT- und Beratungsbranche – buchen Freelancer auf Tagesbasis. Der Tagessatz (auch: Daily Rate, Man-Day-Rate) ergibt sich einfach durch Multiplikation des Stundensatzes mit den täglichen Arbeitsstunden (meist 7 oder 8).

StundensatzTagessatz (7h)Tagessatz (8h)Monatsumsatz (20 Tage)
60 €/h420 €480 €8.400–9.600 €
80 €/h560 €640 €11.200–12.800 €
100 €/h700 €800 €14.000–16.000 €
120 €/h840 €960 €16.800–19.200 €
150 €/h1.050 €1.200 €21.000–24.000 €
200 €/h1.400 €1.600 €28.000–32.000 €

Netto-Stundensatz vs. Brutto-Stundensatz

Als Freelancer gibt es eine wichtige Unterscheidung zwischen Netto-Stundensatz und Brutto-Stundensatz:

  • Netto-Stundensatz: Der Betrag, den du dem Kunden berechnest, ohne Umsatzsteuer. Grundlage für deinen Gewinn und deine Einkommensteuer.
  • Brutto-Stundensatz (mit MwSt.): Netto-Stundensatz + 19 % Umsatzsteuer (oder 7 % bei bestimmten Leistungen). Den Umsatzsteueranteil führst du ans Finanzamt ab – er ist kein Gewinn.

Kleinunternehmerregelung: Wer im Vorjahr weniger als 22.000 € Umsatz hatte (§ 19 UStG), kann auf die Umsatzsteuer verzichten. Das vereinfacht die Buchhaltung, kann aber bei B2B-Kunden ein Nachteil sein, da diese die Vorsteuer nicht abziehen können.

Häufige Fehler bei der Stundensatzkalkulation

  • Auslastung überschätzen: Viele Einsteiger kalkulieren mit 90–100 % Auslastung. Realistisch sind 60–75 %.
  • Krankenversicherung vergessen: Als Selbstständiger zahlst du Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil – das sind leicht 700–900 €/Monat.
  • Keine Altersvorsorge einplanen: Ohne Rentenansprüche bist du auf eigene Vorsorge angewiesen.
  • Steuer unterschätzen: Der Grenzsteuersatz liegt schnell bei 35–42 %. Lege monatlich Rücklagen an.
  • Kein Puffer für Leerlauf: Zwischen Projekten gibt es Auftragslücken. Ein Puffer von 20–30 % ist Pflicht.
  • Marktpreise ignorieren: Dein Stundensatz muss nicht nur kostendeckend sein, sondern auch marktkonform.

Stundensatz gegenüber Kunden verhandeln und kommunizieren

Viele Freelancer scheuen sich, ihren kalkulierten Stundensatz selbstbewusst zu nennen. Diese Tipps helfen:

  • Wert kommunizieren, nicht Stunden verkaufen: Erkläre dem Kunden, welchen Nutzen und welche Ergebnisse du lieferst.
  • Erfahrung und Referenzen nennen: Zeige nachweisliche Erfolge aus ähnlichen Projekten.
  • Marktüblichen Stundensatz kennen: Nenne einen Vergleichswert deiner Branche – das schafft Vertrauen.
  • Nicht sofort nachgeben: Gegenüber Preisdruck zunächst den Umfang reduzieren, bevor du am Stundensatz rüttelst.
  • Pauschalpreise anbieten: Für klar abgegrenzte Projekte können Festpreise für beide Seiten attraktiver sein.

💡 Profi-Tipp: Nenne niemals zuerst einen Preis, wenn der Kunde dich fragt. Frage zuerst nach Budget und Projektumfang. Das gibt dir wertvolle Informationen für die Verhandlung.

Freelancer Stundensatz und Steuern in Deutschland

Die steuerliche Situation von Freelancern und Freiberuflern unterscheidet sich teilweise erheblich:

  • Freiberufler (§ 18 EStG – Ärzte, Anwälte, Journalisten, IT-Berater in bestimmten Konstellationen): Keine Gewerbesteuer, Einkommensteuerpflicht.
  • Gewerbetreibende Freelancer (z. B. viele Webdesigner, Händler): Gewerbesteuer ab 24.500 € Gewinn, jedoch mit Anrechnung auf die Einkommensteuer.
  • Einkommensteuer: Progressiver Tarif von 14 % bis 45 %. Ab ca. 70.000 € Jahreseinkommen greift der Spitzensteuersatz von 42 %.
  • Umsatzsteuer: 19 % auf die meisten Leistungen – ist keine Einnahme, muss ans Finanzamt abgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch sollte mein Stundensatz als Freelancer in Deutschland sein? +
In Deutschland liegt der durchschnittliche Freelancer-Stundensatz zwischen 70 und 120 €/h, je nach Branche und Erfahrung. Einsteiger starten meist bei 40–60 €/h, erfahrene Spezialisten erzielen 120–200 €/h und mehr. Als Faustregel gilt: Der Stundensatz sollte mindestens das 1,5-fache des vergleichbaren Angestellten-Bruttostundenlohns betragen, um alle Mehrkosten der Selbstständigkeit zu decken.
Was ist der Unterschied zwischen Stundensatz und Tagessatz? +
Der Tagessatz (Daily Rate) ergibt sich aus dem Stundensatz multipliziert mit den täglichen Arbeitsstunden (7 oder 8). Bei einem Stundensatz von 100 €/h beträgt der Tagessatz bei 8 Stunden 800 €. Viele Auftraggeber – besonders in IT und Beratung – buchen lieber auf Tagesbasis, da es einfacher zu planen ist.
Wie berechne ich meinen Mindeststundensatz? +
Addiere alle monatlichen Kosten (Wunschgehalt, Krankenversicherung, Altersvorsorge, Betriebskosten, Steuerrücklage) zu einem Jahresbedarf. Teile diesen dann durch die realen abrechenbaren Stunden pro Jahr (unter Berücksichtigung von Urlaub, Krankheit und Auslastung). Das Ergebnis ist dein Mindeststundensatz. Darauf solltest du noch mindestens 20 % Puffer aufschlagen.
Muss ich als Freelancer Umsatzsteuer berechnen? +
Ja, grundsätzlich müssen Freelancer in Deutschland 19 % (oder 7 % bei bestimmten Leistungen) Umsatzsteuer auf ihre Rechnungen aufschlagen. Diese wird dann ans Finanzamt abgeführt. Ausnahme: die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG gilt, wenn der Umsatz im Vorjahr unter 22.000 € lag. Der Umsatzsteueranteil ist kein eigener Gewinn – er gehört dem Finanzamt.
Welche Kosten muss ich als Freelancer in meine Kalkulation einbeziehen? +
Als Freelancer musst du in die Kalkulation einbeziehen: Krankenversicherung (vollen Beitrag), Altersvorsorge, Einkommensteuer-Rücklage, ggf. Gewerbesteuer, Betriebskosten (Software, Equipment, Büro), Marketing und Akquise, Weiterbildung, Steuerberater, sowie einen Puffer für Auftragslücken und Krankheit. All das muss über deinen Stundensatz verdient werden.
Wie hoch ist die Auslastung bei Freelancern realistisch? +
Eine realistische Auslastung liegt bei 60–80 %. Das bedeutet: Von 8 Arbeitsstunden am Tag sind nur 5–6 direkt abrechenbar. Der Rest entfällt auf Akquise, Administration, Buchhaltung, Rechnungsstellung, Weiterbildung und Netzwerkpflege. Wer mit 100 % kalkuliert, wird sich verschulden.
Kann ich meinen Stundensatz jederzeit erhöhen? +
Ja. Stundensatz-Erhöhungen sind bei laufenden Projekten mit ausreichend Vorlauf (meist 4–6 Wochen) anzukündigen. Bei neuen Projekten oder Neukunden kannst du deinen Stundensatz sofort anpassen. Empfehlenswert ist eine jährliche Überprüfung und Anpassung an Inflation und Marktentwicklung. Eine Erhöhung von 5–10 % pro Jahr ist in der Regel problemlos kommunizierbar.
Was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und Freelancer? +
"Freelancer" ist ein allgemeiner Begriff für selbstständige Auftragnehmer. "Freiberufler" ist eine steuerrechtliche Kategorie nach § 18 EStG und umfasst Berufe wie Ärzte, Anwälte, Architekten, Journalisten und bestimmte Berater. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer und müssen sich nicht im Handelsregister eintragen. Nicht alle Freelancer sind Freiberufler – viele sind Gewerbetreibende.

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